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Kinder- und Jugendskifreizeit 2000

vom 15. bis 22.4.2000

Die neunte Jugendskifreizeit des 1. SC Willi Hörstein ging dieses Jahr nach Kaltenbach ins Hochzillertal. Am Freitag, den 14. April, um 23.30 Uhr verließ ein Doppeldeckerbus mit 55 aufgeregten Kindern und Jugendlichen und 13, noch nicht gestressten, Betreuern den Parkplatz der Reuschberghalle in Hörstein. Nach einer siebenstündigen Fahrt erreichten wir, alle müde und erschöpft, am Samstagmorgen die Talstation Kaltenbach. Endlich kamen auch die letzten Gepäckstücke, Skier und Snowboards auf 2170m Höhe an, und der letzte Marsch zum Jugendheim, wo schon ein "deftiges" Frühstück auf uns warten sollte, wurde in Angriff genommen.
Bis zum Mittagessen hatten wir nun Zeit, uns in unseren Zimmern einzurichten und Bekanntschaften mit unseren Zimmergenossen zu machen. Nachdem wir uns mit Kartoffeln und Schnitzel gestärkt hatten, ging es jetzt endlich auf die Piste. Hier wurden wir in Ski- und Snowboardgruppen je nach unserem Können eingeteilt. Bis zum Abendessen erkundeten wir das Skigebiet. So wie nun jeden Abend begann um 20.00 Uhr das Abendprogramm. Zum Kennenlernen musste jeder einen Steckbrief ausfüllen, der ihn später verraten sollte. Nachdem auch der Letzte erraten wurde, fiel jeder müde in sein Bett. Der Sonntag bestand hauptsächlich aus Ski- und Snowboardfahren. Im ersten Teil des Abends führte uns Stefan, unser Sanitäter, in die Erste Hilfe ein, was wir am nächsten Tag in unseren Gruppen noch in der Praxis üben sollten. Den zweiten Teil gestaltete Silke. Wir wurden in Teams eingeteilt, die verschiedene Aufgaben bewältigen mussten (wie z.B. Korkenzielwerfen oder Wettessen und vieles mehr). Bis auf eine 20 minütiger Pause bei Stefan, in der wir die Stabile Seitenlage und die grundlegenden Maßnahmen in Erster Hilfe vertieften, konnten wir am nächsten Tag auch unsere Ski- und Snowboardkenntnisse verbessern. Für diesen Abend war eine Disco geplant. Drückeberger hatten keine Chance, denn die Tanzpartner waren vorher schon durch Namenzettel festgelegt. Doch der Abend beschränkte sich nicht nur auf das Schwingen des Tanzbeines, sondern auch witzige Spielchen und Polonaisen heizten die Stimmung auf. Trotz des dichten Nebels und starker Schneefälle gingen wir auch am Dienstag voller Eifer auf die Piste. Als Überraschung wartete am Abend eine Nachtwanderung zu einer Hütte auf uns. Nach einem gelungenen Hüttenabend und gestärkt durch ein spendiertes Getränk, ging es auf Porutschem einen mit Fackeln abgesteckten Abhang zurück zum Quartier. Nicht allen glückte diese turbulente Abfahrt, doch auch auf Umwegen fanden schließlich alle ihr Bett. (Wie war das mit dem Zählen?) Der nächste Tag begann mit einer lustigen Pistenolympiade. Alle Teilnehmer wurden neu sortiert. Es gab zehn Gruppen, die acht Stationen passieren mussten. Hier ging es nicht nur um Schnelligkeit und Geschicklichkeit, sondern auch Teamgeist war gefordert. Aufgrund des starken Nebels erwies es sich oft als schwierig, überhaupt die einzelnen Stationen aufzuspüren (1.Fragebogen 2.Ziehen 3.Süßigkeitenslalom 4.Porutscher 5.Nasen 6.Blindenslalom 7.Luftballons 8.Schwamm). Nach einem verspäteten Mittagessen ging es dann in altgewohnter Gruppeneinteilung nochmals auf die Piste. Auf allgemeinen Wunsch konnten wir unseren Abend frei gestalten, was sich in dieser Unterkunft als einfach erwies, da sich viele Möglichkeiten boten: Billardtisch, Tischtennisplatte, Tischfußball, Fernseher, Kartenspiele und Musik hören.Passend zum Abschlussrennen besserte sich am Donnerstag das Wetter. Schnee und Sonne luden zu neuen Bestleistungen ein. Pünktlich zum Mittagessen waren auch die Letzten im Ziel. Der Nachmittag wurde je nach Gruppe auf der Piste oder auf umliegenden Hütten mit Sonnenbaden verbracht. Manch einen überraschte das Wetter erst am Abend mit einem Sonnenbrand. Nach intensiver "Schmierage" trafen wir uns für den zweiten Teil des Spieleabends. Diesmal waren die Sinne, wie Erkennen, Fühlen und Schmecken, gefragt.Am letzten Tag durften wir nun bei schönstem Wetter unsere Abfahrt alleine bestimmen. Wir nutzten die Zeit bis zur letzten Liftfahrt und trafen uns anschließend zum Apres-Ski. Für alle gab es guten deutschen Kaba (und für die, die sich nicht von der untergehenden Sonne vertreiben ließen, einen Schuss Rum). Am Abend war Uwes großer Auftritt mit der Durchführung von Siegerehrungen der Abschlussrennen und Gruppenspiele und der legendären Skitaufe. Aber auch wir waren noch nicht erlöst. Jedes Zimmer musste im Laufe der Woche ein Lied dichten und es an diesem Abend vortragen. Alle hatten sich etwas Tolles einfallen lassen. Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen. Auf uns wartete eine langwierige, Iangsame und Iangweilige Busfahrt, die schließlich doch gegen 17.30 Uhr an Reuschberghalle Hörstein ihr Ende fand. Leider war die Woche viel zu kurz. Das Skigebiet war Spitze, die Unterkunft mit Verpflegung in Ordnung; die Herbergseltern hätten freundlicher sein können. Und so freuen wir uns wieder auf nächstes Jahr, wenn der Skiclub Willi einlädt und es heißt: Willi GO GO GO!!! Vielen Dank an das Betreuerteam, das sich viel Mühe gegeben hat und mit dem der Spaß nie zu kurz kam!

Melanie Hein, Isabelle Hein & Carolin Altekrüger