
...........we are back again!
Am 18.1.2000 holten uns bei ekelhaftem Nieselregen und kaltem Wetter (einigen
kamen die auf dem Parkplatz Räuschberghalle ausgeteilten neuen, blauen
Willi-Kuschel-Pullis schon jetzt sehr gelegen!!) zwei Großraumtaxis ab und
kutschierten uns zum Flughafen Frankfurt. Nachdem unser Reiseleiter Winni alles
im Griff und alle seine Schafe um sich versammelt hatte ging´s mit dem Gepäck
(mache hatten gepackt für ca. 6 Wochen) zum Check-in. Die Sitzplätze unserer Gruppe waren so ziemlich über's ganze Flugzeug
verteilt – aber man hatte sich ja noch für die nächsten 10 Tage. Bei einem
solch langen Flug vertrieben sich einige die Zeit mit dem kostenlosen Alkohol
bis sie von den Stewardessen nichts mehr bekamen und eigentlich auch nix mehr
brauchten. Bei der Landung in Denver ließ sich vermuten, auch der Pilot hätte
zu tief ins Glas geschaut, oder war er beim Landen nur einem Kanikel
ausgewichen? Doch kaum im Bus, leuchteten einige Alkohol-Kontrolllämpchen
auf......der Bus musste mitten in der Nacht den nächsten Drugstore zum
Nachladen des Alkoholvorrates anfahren. Vor dem Einstieg in den Bus wurde der
Pegel bereits mit Budweiser wieder auf gewohntes Level gebracht. Gegen 1.30 Uhr
Colorado-Zeit (nach ca. 18 Stunden Transfer Hörstein-Copper Mountain) endlich
am Ziel. Nach der Zimmerverteilung sind wir totmüde in unsere Riesenbetten
gefallen (wäre das Badezimmer etwas größer gewesen, hätten die Betten ruhig
auch kleiner sein können).
Am nächsten Morgen ging's pünktlich um 7.30 Uhr zur Frühstück ins Oshea´s
– ein Breakfast-Lunch-Dinner-Apres Ski-Saloon. (Frühstück: Rühreier mit
Speck und Würstchen. Dazu gab's Brot. Am Anfang gab's noch Brot, zum Ende der
Reise sind die täglichen Eier geblieben, der tägliche Speck auch und auch die
täglichen Würstchen. Nur Brot gab's halt keins mehr dazu!) Nach der Info von
Herrn Fischer ging's zum erstenmal auf amerikanische Pisten. Skitag in Copper
Mountain. Abendessen im Oshea's. Hierbei lernten wir auch gleich was "Surchage"
ist (= 18 % Zuschlag, wenn mehr als 4 Personen an einem Tisch sitzen (die
spinnen die Ami's* Anm. der Red.)). Ein paar wenige Hartgesottene drückten sich
dann zwangsweise noch bis 24.00 Uhr in der Lobby rum, weil's dann noch was zum
feiern und anstoßen gab. Dabei stellte sich auch raus, dass unser mutiger
Dieter ein Krokodil-Eckzahn-Drücker ist.
20.1.2000
- Abfahrt zum super Skigebiet
VAIL. Kilometerlange traumhafte Abfahrten, Bowls,
Buckelpisten, Waldabfahrten,
hier ist für jeden was dabei. Und hier gibt's sogar einen zünftigen Apres-Ski
mit Livemusik. Als Gaby allerdings 19 Schnäpse orderte sind dem Barkeeper bald
die Augen rausgefallen. Solche "Lokalrunden" gibt's bei den Ami's
nicht. Und Bier schmeckt hier aus dem Pitcher am besten. Winni war auch beim
Bestellen der Pitcher kaum mehr zu bremsen. Wer abend's dann in den Whirpool
wollte, wurde schnell gebremst, nachdem er mit ansehen mussten, wie einige
Personen einer uns doch bekannten Gruppe ungeduscht nach dem Skifahren mit
mehreren Six-Packs Miller in das heiße Wasser stiegen.
21.1.2000 - Skitag in Keystone.
Auch hier kann man nur von tollen Pisten berichten, die zum Teil abend's bis
22.00 Uhr beleuchtet sind. Auch jeder Boarder kommt hier so richtig auf seine
Kosten. Halfpipe's, Jackwhacker Terrain Park und jede menge Gelegenheit zum
springen. Aber, dass mit der Landung, das
lernen wir dann beim nächsten Urlaub noch, nicht war lieber Elmar!!!!! (Aber
erst ein Boarder mit einer aufgeschürften Nase und einem dicken Auge ist so ein
richtiger Snowboarderfreak). Abendessen war auf dem North Peak im Alpenglow-
Restaurant. Dieses war allerdings nicht so nach
jedermann's Geschmack. Man konnte auswählen zwischen einem 6-Gang
Menü zu 78,-$ Netto oder einem 4-Gang Menü zu 60,-$ Netto. Einige wählten
dann doch gleich den Ab-Gang!!! Aber schicke Hausschläppchen hatten sie
da oben, die alle anziehen mussten,
sah schon total super aus! Lobenswerterweise haben es einige Willi's geschafft, zwischen zwei
Doppelzimmern in die Mitte noch einen tollen Aufenthaltsraum mit Kamin (romantisch,
romantisch – doch störend beim Schafkopp) dazwischen zuquetschen (denn
eigentlich waren ja keine Appartements mehr frei!). Dieser Raum wurde dann auch
stark frequentiert. Einige Zitate aus den vielen, vielen Tabu-Spielen: Picasso
ohne Öl (=Wasserfarben), was tun Frauen wenn sie Zeit haben (=staub
wischen!!!!! Scheißendreck*Anm. der Red.) vertikale Verbindung zweier Elemente
(=Mauer! was sonst!) mit anderen Körperteilen als den Füßen aneinander
klappern (=klatschen). Auch Schmitti zog öfters mal schwierig zu erklärende
Karten. Am Anfang sagte er: "Oh Gott!" beim nächsten mal war's:
Oh, Gott, oh Gott!
als es dann scheinbar noch schwieriger wurde kam mit
O Jesus die Steigerung.
22.1.2000 - Der ultimative Tage für
einige!!!! Silverthone – Outlet-Stores
– Shopping-Day!!!Die Tüten mehrten
sich rasch, die Quittungen der Kreditkarten auch. So
mancher verviel dem
Shopping-Rausch (Zitat: wenn das die Lydia sehen könnte.......).
Doch auch wenn wir massenhaft Tüten in den Händen hatten, hinderte das
uns nicht daran auch noch mal schnell eine Stunde Busfahrt in Kauf zu nehmen und
nach Breckenridge zu fahren. Denn dort gab's auch noch Geschäfte, und was für
schöne und tolle. Und egal in welchen Store man ging – immer war schon ein
Willi drin. Aber auch für unsere Kultur war was geboten. Eis-Skulpturen in Hülle
und Fülle. Der Abschluss war ein tolles Chilli- und Hamburger Essen in
Breckenridge und dann schnell zum letzten Bus nach Hause ins langweilige Copper
Mountain.
23.11.2000 - Den Tag verbrachten wir auf Copper Mountain´s Pisten. Mittagessen
war angesagt in Winni´s Lieblingsrestaurant ...zum
Ärschchen... auf engl. Double Diamont. Abends ging es
dann auf in den
Club Med. Wir wollten erst schön Essen, dann eine tolle Show anschauen und dann
endlich mal Discotime. Essen gabs. Show - Sonntags leider nie und zur Disco
wollte dann auch keiner mehr. Also kurzfristige Änderung: Zimmerparty mit
Kartenblasen in unserem Willi-Partyroom. Denn der
plötzlich trüb gewordene Willi musste ja weg. .... tja, aber mit dem
Kartenblasen hat so mancher seine Schwierigkeiten. Nicht jeder kanns mit Puste,
einige versuchen auch mit zuckenden Lippenbewegungen, die dem Spucken sehr ähnlich
kommt dem Feinde = Karten zu Leibe zu rücken. Andere packten den ganzen Stoß
doch glatt auf einmal (was aber den Regeln leider nicht entsprach), andere
wiederum schafften noch nicht einmal eine einzige Karte, was wahrscheinlich mit
der dünnen Luft in 4000 Meter zu tun hat. Aber der Aufsteiger bzw. Absteiger
der Woche war dann doch wohl unser Gast Schorsch. Nach dem zweiten mal blasen
tats einen Schlag und er lag unterm Tisch. Er räkelte sich noch mal kurz hoch,
um was zu nuscheln, was aber leider niemand mehr verstand und schlief unterem
Tisch ein. Nachdem Gaby ihm seine Schnürsenkel am Stuhl festgebunden hatte, fühlte
er sich nachts vom Stuhl verfolgt und konnte leider nicht flüchten. Larry
entdeckte ihn am nächsten morgen beim Aufräumen!!!
Der Abend war trotz falschen Fischer-Versprechungen doch noch sehr
gelungen.
Nach einem weitern Tag Skifahren in Copper ging's am Dienstag zum Skidoofahren.
In einem 12-Sitzer-Van wurden wir mit 15 Personen von einem, tja was war das für
ein Fahrer, schwer zu beschreiben – besoffen? bekifft? man kann nur
Vermutungen anstellen mit einem Affenzahn zu White-Mountain-Tours kutschiert.
Dort bekamen
wir unsere Ausrüstung Helm, Schuhe und wer wollte einen Overall.
Da das mit dem Anziehen zu lange dauerte bekamen wir schon gleich einen Anschiss
von einem Guide. Aber unsere Heike, die sich ja so ziemlich mit jedem
Reiseleiter, Guide, Restaurantbediensteten und was noch so greifbar war angelegt
hatte, bekam das in kürzester Zeit in den Griff (Anm.d.Red. aber einmal hat sie
so heftig mit einem Busfahrer geflirtet, dass der wegen ihr mit uns in den
anderen Bus umgestiegen ist und kurzerhand den weitergefahren hat). Aber jetzt
waren wir ja beim Skidoofahren. Kurze Anweisung. Und schon ging's los.
Ordentlich in Reih und Glied tuckerten wir hinter dem Guide her. Doch was war
das? Kurz vor mir fuhr schon gleich einmal ein Skidoo in den Tiefschnee. Welch
eine Schande. Da war noch nicht mal ne Kurve. Wer war denn dass? Ah – zwei
Fremde die sich in unsere Gruppe eingeschlichen hatten. Aber dann ging's bald
weiter. Nach ca. 15 Minuten Fahrt durften wir auf einen "Playground"
d.h. alle rechtsrum in einem großen Kreis fahren. Gaby sagte zu Winni, geht ja
ganz schön schwer zu lenken. Darauf Winni: "Quatsch, musst Du alles nur
mit dem Gas machen. Aha! Nach der
zweiten Runde parkte unser Winni dann aber leider gleich mal unfreiwillig im
Tiefschnee. Er wurde sogar von unseren "Gästen" zwei Indern, die sich
auf Elefanten bestimmt besser gemacht hätten ca. 5 mal überrundet. Aber dann
kamen doch noch gute Geister, die dem Winni da wieder raushalfen. Aber es gab
noch mehr "Unfälle". Nach einem Ausweichmanöver von Schmitti (Karl
blockierte die Fahrspur) rutschte Manfred in Schmitti's Skidoo. Dabei demolierte
er ihn etwas und Schmitti konnte seine Fuß gerade noch rechtzeitig retten. Dann
ging's weiter durch den Tiefschnee, den Wald und zum Schluss durften wir noch
ein kleines Stück Fullpower düsen. War toll, hat viel Spaß gemacht.
Um 13.30 Uhr waren wir dann alle wieder in Copper. Nachmittags wollten einige nach
Breckenridge, einige nach Frisco. Eigentlich wollten alle den Bus um 15.00 Uhr
nehmen.
Einige schafften es auch. Andere erwischten gerade noch den um 16.00
Uhr. Und den letzten gelang es, ihren Apres-Skidoo so zu beenden, dass sie mit
viel Glück den Bus um 17.00 Uhr noch bekommen haben. In Frisco gab´s dann noch
mal Shopping (falls in Hörstein oder Umgebung demnächst jemand mit Cowboy-Hut
gesichtet wird – nicht gleich schießen – es ist ein Will(nn)i! Abends gab's
dann ein tolles, richtig amerikanische Steak im Steakhouse Blue Spruce Inn in
Frisco.
26.1.2000 - Skiing in Copper. Volker fährt heute inkognito. Mit
Schaf's
Haube auf dem Snowboard. Kam so gut, das im so ein Ami gleich sein Snowboard
abgekauft hat. Matthias G. hatte heute so seine Schwierigkeiten. Nach einem
doppelten Rittberger tauchte er aus dem Tiefschnee auf und brüllte: "Scheiße.
Brille fort, Kappe fort, alles fort!" Was man aber wiederum nicht verstehen
konnte, dass er alles noch aufhatte, Brille, Kappe.....
Abends kochten einige im
Appartement. Besonders köstlich waren Larry´s Hähnchenteile. Sie landeten im
Abfall. Mahlzeit.
27.1.2000 -Letzter
Champagner-Powder-Skiing-Day! Wir sind nochmal gefahrten was das Zeug hält.
Denn, laut Schmitti war jeder Meter Skifahren sehr teuer! Also auf geht's.
Was bezahlt ist muss auch verfahren werden. Um 16.00 Uhr treffen wir uns zum Apres-Ski im ..... ja wo
wohl – richtig im Oshea' s. Nach ca. 10 Pitchern Bier und einer Geburtstags-Runde Jack Daniels (Zitat
Heike: "Das Zeug schmeckt ja noch schlimmer als es riecht!") fällt es einigen doch sehr schwer die Koffer
zu packen. Doch überraschenderweise kamen alle pünktlich zum Abschiedsessen im ....... falsch! nicht im Oshea's
sondern im Molly's. Danach gab's noch ein kurzes Restetrinken im Appartement.
28.1.2000 - Pünktlich um 5.30 Uhr standen alle abreisefertig in der Lobby. Im
Bus wurde noch eine Stunde geruht. Dann rief Elmar zum Frühstück. Coors, Miller, Budweiser, Chips und
Salzstengel mussten noch verdrückt werden. Guten Appetit.
Dann anstehen zum Check-in. Aber, mancher hatte auch nach einer Woche
zivilisierten Anstehens am Skilift noch immer nicht gelernt, dass jeder drankommt und man sich nicht vordrängelt! Aber Carmen hat es ihm dann erklärt. Zwei von uns hatten scheinbar nicht so unschuldige Blicke
wie die anderen. Denn die netten Flughafenangestellten durchsuchten ihr Gepäck. Aber die
Drogen/Alkohol/Pornos/oder was auch immer,
waren wahrscheinlich zu gut versteckt, denn sie wurden nicht fündig. Im Flugzeug gab's dann wieder das -same procedure as- beim Hinflug: einige
Nordlichter haben sich wieder die Lichter ausgeschossen bis nix mehr da war.
Alles in allem – tolle Pisten/super Schnee – ziemlich teuer – aber man muss
es halt mal erlebt haben.
An alle, die's betrifft, nix für ungut.
Eure Gaby